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Schluss mit stromfressenden Heizungen und Boilern

Basel, 2. Juni 2007. Die Delegierten des Hausvereins Schweiz verabschiedeten heute eine Resolution zu stromintensiven Elektroheizungen und –boilern. Sie verlangen, dass halböffentliche Stromunternehmen aufhören, den hohen Stromkonsum mit Sondertarifen zu belohnen. Sie fordern Bund und Kantone auf, Hausbesitzer bei der Umstellung auf erneuerbare Energien, aber auch bei der Gebäudeisolation, zu unterstützen.

Elektroheizungen und Elektroboiler in der Schweiz verbrauchen pro Jahr gleich viel Strom, wie die beiden AKW Mühleberg und Beznau 1 pro Jahr zusammen produzieren. Dies erachtet der Hausverein als ausserordentlich stossend. Der Bau eines neuen AKWs kommt für den Hausverein nicht in Frage.

  • 2005 waren in der Schweiz total 256'000 Elektroheizungen in Betrieb, vorwiegend in Haushalten. Der Durchschnittsverbrauch einer solchen Heizung liegt bei 15'400 kWh/Jahr. Er kann aber auf über 25’000 kWh/Jahr steigen.
  • 2005 waren 960'000 Elektroboiler in Betrieb. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 2100 kWh/Jahr, kann aber auch 4000 kWh/J erreichen.

Ein Grund für die grosse Verbreitung von Elektroheizungen liegt darin, dass die Elektrowirtschaft Elektroheizungen immer noch massiv begünstigt. Elektra Baselland etwa unterstützt elektroheizende Einfamilienhaus-Besitzer, die total 25'000 kWh Strom pro Jahr verbrauchen, mit einem Tarif von 11, 7 Rappen/kWh. Haushalte mit weniger als 1600 kWh Stromkonsum pro Jahr müssen hingegen 23,2 Rappen/kWh zahlen.

Laut der Schweizerischen Agentur für Energieffizienz SAFE liegt das Sparpotenzial der Elektroheizungen bei 70 Prozent, wenn man sie z.B. durch Wärmepumpen ersetzt. Bei Elektroboilern liegt das Sparpotenzial bei über 50 Prozent, wenn man das Wasser zeitweise durch Solarkollektoren, Wärmepumpen oder Holz erwärmt.

Weitere Informationen: Hildegard Fässler, Präsidentin, 079 409 77 05. Jürg Wittwer, Geschäftsleiter, 079 328 54 75